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Webdesignoffice News Wann Google Websites abstraft

Wann Google Websites abstraft

Wenn Google Missbrauch vermutet, werden Seiten ganz schnell abgestraft. Doch was ist eigentlich genau verboten? Und welche Sanktionen drohen?

So simpel es klingt: Wenn es Google nicht gefällt, was Sie machen, ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass Sie abgestraft werden. Es ist müßig, darüber zu diskutieren, ob sich Google damit zum Herrscher über das gesamte Web macht. Fakt bleibt, dass Google immensen Einfluss ausübt. Matt Cutts " der Oberspamwächter von Google " drückt dies etwas verniedlichend so aus: "Webmaster dürfen ihre Seiten gestalten, wie sie wollen, aber Google beansprucht umgekehrt das Recht für sich, die Qualität und Relevanz des Suchindexes zu schützen." Mit anderen Worten: Jeder ist eingeladen, das Google-Spiel mitzuspielen - aber Google bestimmt die Regeln.

Die häufigsten Ursachen von Google-Sanktionen

Die Dos und Don'ts im Zusammenhang mit Suchmaschinen-Optimierung findet man in Googles Webmaster-Guidelines. Obwohl diese von Zeit zu Zeit immer wieder angepasst werden, bilden sie eine sehr gute Ausgangsbasis, um Gründe für Google-Penalties zu finden:

1. Falsches Linkbuilding:

Eines der wichtigsten Themenfelder im Rahmen von SEO ist der Aufbau von Links. Sofern Sie auf Seiten verlinken, die von Google bereits ausgeschlossen oder abgestraft wurden, begeben Sie sich schnell in sogenannte "Bad Neighbourhood", was negative Auswirkungen auf die eigene Seite haben kann. Gleiches gilt für die Vielzahl von Linknetzwerken und Partnerprogrammen, über die man Links tauschen kann. Beobachten Sie Ihre Linkstruktur genau und achten Sie in besonderem Maße darauf, auf wen Sie verlinken und wer auf Sie verlinkt.

2. Automatische Anfragen

Dass Google automatische Anfragen (zum Beispiel durch Positions-Check-Software) hasst, ist mittlerweile bekannt. Ein häufiger Einsatz derartiger Tools kann dazu führen, dass Google die IP-Adresse sperrt, was sich mitunter auch auf Ihre Webseiten auswirken kann. Vermeiden Sie es daher, derartige Tools permanent einzusetzen.

3. Anfängerfehler

Gerade Anfänger tendieren dazu, durch ungeduldiges Linkbuilding sowie übermäßigen Keyword-Einsatz (Keyword Stuffing) eine gute Platzierung zu erzwingen. Hier ist es vernünftiger, sich in Geduld zu üben und das Linkbuilding langsam und kontinuierlich zu betreiben, um das Wachstum natürlich wirken zu lassen. Übertreiben Sie die Optimierungen nicht, das heißt, variieren Sie die Keywords und verwenden Sie nicht immer die "optimalen" Linktexte, denn dadurch wirkt eine Seite sehr schnell überoptimiert. Etwas weniger als die "perfekte und vollständige Optimierung" ist häufig die bessere Variante.

4. Mininets

Sofern Sie über mehrere Websites verfügen, die alle auf der gleichen IP-Adressebene liegen, sollten Sie mit der gegenseitigen Verlinkung solcher Seiten vorsichtig sein. Google erkennt mittlerweile recht gut derartige Mininetze, die gegen die Google-Richtlinien verstoßen.

5. Keyword Stuffing

Darunter versteht man den übermäßigen Einsatz von Keywords. Google schätzt dieses Vorgehen gar nicht und bestraft Seiten, die diese Technik anwenden, immer wieder. Gerade im Aufspüren von versteckten Keywords – damit sind nicht nur die Spamversuche mit weißer Schrift auf weißem Grund gemeint – ist Google mittlerweile sehr erfolgreich, sodass man möglichst die Finger davon lassen sollte. Denken Sie immer zuerst an die Besucher Ihrer Seite. Wenn Sie vernünftige Seitentitel, Überschriften und passenden Text einsetzen, benötigen Sie keine erzwungenen Keywords.

6. Automatische Redirects

Vermeiden Sie nach Möglichkeit Meta- und Java-Script-Redirects, da Google diese Art von Weiterleitungen häufig mit Doorway-Pages in Verbindung bringt. Wenn Sie – aus welchem Grund auch immer – eine Seite weiterleiten, machen Sie es richtig. Das Mittel der Wahl ist ein "301 permanent redirect", der über die htaccess-Datei gesteuert wird. Ihr Techniker sollte wissen, worum es sich hier handelt.

Strafe versus Penalty: Wie Google zwischen zwei grundlegenden Sanktionen unterscheidet

Google unterscheidet in seinem Sanktionskatalog zwischen zwei grundlegenden Strafen, die deutliche Unterschiede aufweisen:

Abstrafung (Penalty):

Hierbei handelt es sich um die schwächere Form der Strafe. Google behält die Seite im Index, beeinflusst die ursprüngliche Platzierung der Seite aber negativ. Abstrafungen können häufig auch durch Unwissenheit hervorgerufen werden, indem zum Beispiel ein "nicht sauberer" Link auf die Seite gesetzt wird.

Ausschluss (Ban):

Beim Ausschluss handelt es sich um die Höchststrafe, die Google ausspricht. Die gesamte Webseite wird aus dem Index gestrichen und erscheint für keinerlei Suchanfragen mehr. Diese Art der Sanktion wird jedoch nur für Spam in größerem Stil angewendet.

Meist ist es so, dass der Webseitenbetreiber nicht über eine derartige Sanktion informiert wird, weshalb die Gründe für die Strafe häufig erst einmal unklar sind. Gerade wenn eine Seite plötzlich deutlich an Traffic verliert, sollte man seine Platzierungen und die Zahl der indizierten Seiten etwas genauer überprüfen.

Quelle: Josef Willkommer

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